In Sight KTR Podcast Folge 17: Trainings und Webinare – Lernen mit und bei KTR

Julia Ures: Hallo bei „In Sight KTR“! Schön, dass Sie dabei sind, wenn wir heute uns gemeinsam ins Trainingscenter von KTR begeben. Unser Thema heute sind nämlich Trainings und Webinare und dazu, Sie kennen das schon, haben wir in diesem Pod- und Videocast 20 Minuten Zeit, 20 Minuten, in denen meine Gesprächspartner hier im Studio mit Fragen konfrontiert werden, die sie vorher nicht kennen. Das ist also der absolute Sprung ins kalte Wasser. Und ich freue mich sehr, dass ihr beiden euch darauf einlasst. Wir duzen uns heute, haben uns vorher schon darauf verständigt, dass wir heute uns per Du anreden. Ich darf sehr herzlich begrüßen, Melanie Gunka, Fachkauffrau für Marketing, bei KTR Systems im Unternehmen seit 23 Jahren. Du hast auch schon die Ausbildung hier bei KTR gemacht.

Melanie Gunka: Ja, ganz genau! Also quasi Eigengewächs der KTR sozusagen.

Julia Ures: Ganz ähnlich sieht‘s aus bei René Edelbusch. Er ist Branchenmanager der Inhouse-Förderung, bei der KTR im Unternehmen seit acht Jahren, und hat die Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker gemacht. Das war so dein Start in die Karriere.

René Edelbusch: Genau! Das war nicht bei der KTR, bei Firma Kurze.

Julia Ures: Ach so!

René Edelbusch: Letztendlich aber ein großer Lieferant oder einer der wichtigsten Lieferanten für die KTR. Also ich kenne die Produkte quasi in- und auswendig.

Julia Ures: Mit euch beiden, habe ich eben schon gesagt, geht es heute um Trainings und Webinare. Also was gibt es da eigentlich so im Angebot. Bei einem Hersteller von Antriebstechnik, Bremsen, Kühlern, Hydraulik würde man jetzt nicht im allerersten Moment vielleicht an Angebote zur Weiterbildung denken. Melanie, was ist eigentlich das Trainingscenter? Vielleicht kannst du uns da so als erstes schon mal so auf den Stand bringen.

Melanie Gunka: Das Trainingscenter ist in 2014 entstanden. Und zwar war damals eigentlich so ein bisschen der Tenor auch aus der Technik, aus dem Vertrieb, dass unsere Tochtergesellschaften, die Kollegen auch aus dem Ausland, immer so einzeln ins Unternehmen kamen und dann geschult wurden. Und daraus ist dann irgendwann die Idee entstanden, dass wir das doch bündeln und dass wir daraus dann ein Angebot erstellen. Das war tatsächlich erstmal nur für intern gedacht. Wo wir dann natürlich auch geschaut haben, es gibt natürlich verschiedene Wissensstände, das heißt, dass wir da dann auch geschaut haben, dass wir da ein Programm auf die Beine stellen, was sich auch ein bisschen nach den Wissensständen dann richtet. So ist dann ein Stufenmodell entstanden, was die Stufe „Basis“ beinhaltet, „Profi“ und „Select“-Training. Und das haben wir dann eigentlich auch adaptiert auch für unsere Händler, für unsere Kunden. Wie gesagt, das richtet sich dann bei der Basis wirklich, da gibt’s dann noch technische Grundlagen, physikalische Grundlagen, die es dann zu erlernen gibt, und bis hin zum Drehmoment einstellen also ist alles dann mit dabei.

Julia Ures: René, welches ist deine Aufgabe in dem Trainingscenter?

René Edelbusch: Seit 2018, da habe ich es mit dem John zusammen übernommen. Letztendlich sind wir so gesehen Hauptansprechpartner für die Schulungsteilnehmer. Das ist ein internationales Publikum, wie Melanie das sagte, unsere Tochtergesellschaften, unsere Händler weltweit. Wir haben weltweit Handelsvertretungen, Partner an der Stelle. Wenn die neue Kollegen bekommen oder Kollegen, die sich spezialisieren wollen auf eine Bremse, auf Hydrauliksysteme, vor allem aber auch auf die Antriebstechnik, was wir hier in Rheine machen, letztendlich die müssen natürlich irgendwo auch dieses spezifische Fachwissen erlangen. Der John und ich sind da an der Stelle Moderator, sprich, wir begleiten das Training vom ersten bis zum letzten Tag so gesehen und sind immer mit dabei. Wir haben ein bisschen das Auge darauf, dass das Training interaktiv und belebt gestaltet wird. Das war uns sehr wichtig, dass wir eben nicht im Raum sitzen und acht bis zehn Stunden am Tag PowerPoint-Folien durchackern, sondern dass wir auch mal einen Taschenrechner in die Hand nehmen oder eine Kupplung in die Hand nehmen. Da haben wir uns schon ein bisschen was ausgedacht.

Julia Ures: Melanie, man sieht dich schon nicken, wenn man jetzt gerade hier diesen Videocast schaut. Wer das Ganze als Podcast hört, dem sei beschrieben, du hast ganz fleißig genickt gerade, als es so um diese anschaulichen Beispiele ging.

Melanie Gunka: Genau!

Julia Ures: Welches sind deine Aufgaben im Trainingscenter, was machst du da?

Melanie Gunka: Ich bin verantwortlich für die ganze Organisation, für die Teilnehmerbetreuung, quasi vom Buchen des Trainings bis hin, es wird ein Taxi benötigt oder wenn, was hoffentlich oder Gott sei Dank noch nicht oft vorgekommen ist, auch vielleicht mal ein Zahnarzt zwischendurch benötigt wird.

Julia Ures: Oh je!

Melanie Gunka: Ja, wenn es dann akute Zahnschmerzen gibt. Für die Taxiorganisation. Das Beiprogram, ich würde es gar nicht Beiprogramm nennen, weil ich glaube, das ist ein sehr wichtiger Teil, also das sogenannte Socialising. Wir gehen abends dann auch noch mit den Teilnehmern essen oder kegeln, oder wir haben schon mal Swingolfen gemacht. Ich glaube, das ist auch ein wichtiger Teil des Trainingscenters, dass man dann auch die Ansprechpartner kennenlernt, auch im Innendienst. Das heißt, mit den Leuten, mit denen man auch dann tagtäglich oder wöchentlich auch zu tun hat, dass man die auch kennenlernt.

René Edelbusch: Das ist aber nicht nur wirklich Beiprogramm, das ist wirklich superwichtig.

Melanie Gunka: Genau!

René Edelbusch: Weil wenn man dann abends mal eine kleine Fanta ohne Eis trinkt mit den jeweiligen Ansprechpartnern, darf natürlich auch ein Bierchen sein, letztendlich man bekommt eine ganz andere Bindung, eine Beziehung letztendlich baut sich auf. Wenn man das nächste Mal dann telefoniert, dann hat man direkt andere Themen, man kommt auch schnell mal zum Du. Ich finde, das ist ein ganz, ganz wichtiger Aspekt bei der ganzen Nummer.

Julia Ures: Es lernt sich natürlich auch leichter und ihr wisst vielleicht auch viel eher so um die Sorgen oder Bedürfnisse Bescheid, die da vorherrschen.

René Edelbusch: Genau!

Julia Ures: Sie schicken uns fleißig Fragen an socialmedia@ktr.com. Beispielsweise, René, warum sollte man eigentlich ein Training bei KTR machen?

René Edelbusch: Tja, warum sollte man das machen? Natürlich sollte man ein gewisses Interesse an einer Kupplung und an einer Bremse, an Hydraulik-Equipment haben. Letztendlich ist natürlich immer die Frage: Was mache ich mit dem Produkt? Bin ich letztendlich im Innendienst, muss ich Basiskenntnisse erlangen. Dafür haben wir die Basis-Trainings, wo wir letztendlich von der Pike auf anfangen: Was ist ein Drehmoment? Wie berechne ich ein Drehmoment? Was sind Schwingungen? Was sind Verlagerungen, axiale, radiale Verlagerungen? All diese Themen sind eigentlich Fachbegriffe, das sind Standard-Fachbegriffe, die man in der Kupplungsauslegung beherrschen sollte, wenn man mit dem Thema umgeht. Bei einem Profi-Training ist es wirklich so, einen Montage-Tisch, den haben wir gebaut. Da können wir vielleicht gleich nochmal drüber sprechen. Letztendlich auch mal eine Kupplung in der Hand haben, eine Kupplung montieren. Ich nehme an der Stelle immer gerne das Beispiel der Magnetkupplung. Eine Magnetkupplung ist ein sehr erklärungsbedürftiges Produkt. Ich übertrage ein Drehmoment mit Magnetkraft. Und wenn man diese Kupplung mal montiert, sieht und auch merkt, wie viel Kraft diese Magnetkraft da an der Stelle auswirkt, das ist dann schon echt cool zu sehen, wie das Ganze dann im montierten Zustand funktioniert. Das sind, glaube ich, sehr, sehr gute Gründe, ein KTR-Training zu besuchen.

Julia Ures: Jetzt hast du eben schon angesprochen und ich hatte auch schon vorher mal von diesem berühmten Montagetisch gehört. Kann man da komplett so den realen Einsatz eurer Produkte simulieren beziehungsweise sogar wirklich herstellen? Oder bis zu welchem Grad geht das?

René Edelbusch: Letztendlich hatten wir das, das ist auch so drei Jahre circa her, zusammen mit einem Azubi, der hatte das Ganze gezeichnet. Also ist ein KTR-Eigenprojekt so gesehen. Da haben wir uns einen Motor besorgt, der Azubi hat das Ganze dann gezeichnet. Und abtriebseitig haben wir eine Pumpe genommen. Letztendlich kann es natürlich jede Anwendung sein, weil eine spielfreie Kupplung zum Beispiel jetzt nicht für eine Pumpe genutzt wird. Aber für mich, das Wichtigste an der Stelle war, wir haben zwei Wellen, An- und Abtriebseite, wir können eine radiale und eine axiale Verlagerung herstellen, eine Winkelverlagerung können wir herstellen. Und da können wir unsere Kupplungen montieren. Da haben die Schulungsteilnehmer und die Kollegen wirklich die Kupplung in der Hand und sehen dann bei einer ROTEX SPLIT zum Beispiel, welche Montagevorteile bietet diese Kupplung. Ich setze einen Zahnkranz in eine Kupplung ein. Ich merke bei einer spielfreien Kupplung, wie eng die Kupplung sich zum Beispiel fügen lässt. All diese Punkte, die man sonst klassischerweise bei uns auf YouTube sieht mit irgendwelchen Explosionszeichnungen oder Darstellungen, dieser haptische Aspekt, der war uns extrem wichtig, als wir den Trainingstisch entwickelt hatten. Das Feedback ist aber auch entsprechend. Wenn wir mit den Schulungsteilnehmern, aber auch mit den Kollegen sprechen, wir kriegen da echt eine Super-Rückmeldung. Weil so eigentlich gab es das vorher nicht. Und wir wollten da was schaffen, eben dieses PowerPoint-Folien-Thema, acht Stunden sitzen und nur zuhören, letztendlich da abschafften ein Stück weit. Also wirklich einen praktischen, haptischen Teil einbauen.

Julia Ures: Melanie, jetzt sprechen wir hier über das Ausprobieren, über vielleicht auch gezielt mal Arbeitsabläufe irgendwie durchgehen, übers Anfassen. Jetzt zuletzt habt ihr das Angebot um Webinare erweitert.

Melanie Gunka: Genau!

Julia Ures: Ist das denkbar, dass irgendwann auch diese Online-Angebote die Trainings vor Ort irgendwann ersetzen werden?

Melanie Gunka: Nein. Es ist eine sehr, sehr gute Ergänzung, und in Zeiten von der Pandemie auch unerlässlich. Weshalb wir dann dieses Angebot dann auch geschaffen haben. Aber es wird das nie ersetzen können in der Vollständigkeit halber. Es wird immer flankierend sein. Ich denke schon, dass in Zukunft, ich weiß noch nicht, wann im nächsten Jahr, aber im nächsten Jahr wird es wieder möglich sein, dass wir physische Trainings anbieten. Und der persönliche Kontakt, das hier vor Ort zu sehen, eine Kupplung in der Hand zu halten, das bekommen wir nur natürlich in gewissen Teilen so rüber transportiert. Aber es ist auf jeden Fall eine sehr, sehr gute und wichtige Ergänzung. Es wird auch weiterhin bleiben. Auch wenn wir die physischen Trainings dann wieder anbieten können, werden die Webinare auf jeden Fall bleiben.

Julia Ures: René, jetzt haben wir gehört, es wird zweigleisig in Zukunft bleiben. Wie stellst du dir generell so die Zukunft des Trainingscenters vor? Wenn du jetzt mal vielleicht so ein paar Jahre in die Zukunft blickst.

René Edelbusch: Letztendlich bin ich da ganz bei Melanie. Ich denke, die sinnvollste Lösung an der Stelle ist eine Hybridlösung. Also letztendlich das Training, wie Melanie das sagte, das persönliche Gespräch ist eigentlich nicht zu ersetzen. Das haben wir, glaube ich, alle gemerkt in der Pandemie, dass der soziale Kontakt an der Stelle superwichtig ist. Wenn man aber über Webinare nachdenkt, und da sind wir auch an gewissen Punkten jetzt gerade, wo wir darüber diskutieren, wie wir uns da weiterentwickeln können, da haben wir nämlich das gleiche Thema. Dieses zwei, drei, vier Stunden vorm Bildschirm sitzen, in eine Kamera schauen, irgendwann ist man halt platt. Und das macht auch auf Dauer nicht so viel Spaß wie ein physisches Training vor Ort und abends auch mal ein Bierchen trinken. Das ist was anderes wie acht Stunden vorm Rechner sitzen und abends dann entsprechend kein Rahmenprogramm zu haben. Aber auch da, wie gesagt, wir machen uns Gedanken, wie wir das Ganze aufwerten können. Aber es ist natürlich superpraktisch, jetzt die Kollegen aus Chile, aus Brasilien, aus Asien, die sind nicht mal eben in zwei Stunden hier. Das ist dann natürlich eine Super-Alternative über Teams oder andere Plattformen, die Webinar-Plattformen, da schnell was auf die Beine zu stellen, wenn man neue Produkte hat, und da haben wir in letzter Zeit durchaus ein paar am Start. Letztendlich da schnell mal was auf die Beine zu stellen, das ist natürlich super. Aber wie gesagt, das persönliche Gespräch ist nicht zu ersetzen.

Julia Ures: Das passt genau zu der nächsten Frage, die wir bekommen haben. Du hast sie eigentlich jetzt schon beantwortet. Deswegen gebe ich sie an dich weiter. Was macht die mehr Spaß, real oder virtuell? Und was macht dir am meisten Freude überhaupt an der Arbeit im oder mit dem Trainingscenter, Melanie? Was ist das bei dir? Weil von René haben wir es jetzt schon gehört.

Melanie Gunka: Real eindeutig, wegen dem persönlichen Kontakt. Bei uns im Marketing ist es jetzt nicht unbedingt so, dass wir den Kundenkontakt haben, oder zumindest nicht so häufig natürlich wie im Vertrieb logischerweise. Aber mir macht es sehr viel Spaß, mit den Teilnehmern in Kontakt zu treten und da als Ansprechpartner aufzutreten. Das gefällt mir am besten, der Austausch dann auch.

Julia Ures: Das heißt, auch bei den persönlichen Trainings gehst du dann auch mal hin und ihr könnt dann den Kreis schließen, so, wir haben telefoniert, wir haben gemailt oder so?

Melanie Gunka: Ja.

Julia Ures: Du lernst dann auch die Menschen persönlich kennen?

Melanie Gunka: Definitiv! Dadurch, dass die Anmeldung, wenn sie sich zum Training anmelden – oder wir nehmen auch Wünsche entgegen – also da an der Stelle sei auch gerne gesagt, dass Kunden auch an uns herantreten können mit Themen. Also da sind wir auch offen. Und dadurch kenne ich dann auch die Teilnehmer im Vorfeld schon. Dann ist es natürlich umso schöner, wenn man sie dann auch persönlich kennenlernt.

Julia Ures: Jetzt habt ihr viel erzählt über dieses Persönliche. Ich kann mir vorstellen, da gibt’s auch mal ulkige Situationen, René. Hast du so eine witzige Geschichte im Kopf so im Zusammenhang mit dem Trainingscenter, die mal passiert ist? Ich weiß jetzt nicht, vielleicht auch …

Melanie Gunka: Da komme ich nicht so gut bei weg.

Julia Ures: Ah okay!

René Edelbusch: Da gibt’s so zwei, drei.

Julia Ures: Ja, okay?

Melanie Gunka: Ja, hau raus!

René Edelbusch: Ich kann einige erzählen, wo ich tatsächlich dabei war. Die andere darfst du dann gleich selber erzählen. Ich sag nur Fahrradtour. Letztendlich war es tatsächlich …

Julia Ures: Das ist das Beiprogramm dann.

René Edelbusch: Bitte?

Julia Ures: Da geht’s um das Beiprogramm.

René Edelbusch: Ja genau! An der Stelle ist ein bisschen was schiefgelaufen. Das kann die Melanie dann gleich erzählen. Letztendlich war es einmal so, dass ein Kollege vergessen wurde. Ich sag mal nicht, von wem. Letztendlich weil ein Hotel ausgebucht war und ein Kollege aus England musste dann in irgendein anderes Hotel quasi umgebucht werden. War alles gar kein Problem und wir hatten uns abends zum Essen verabredet. Und irgendwann fragten wir uns dann: Wo ist denn eigentlich der David?

Julia Ures: Wo war er?

René Edelbusch: Das sind dann so … der war noch im Hotel. Der hat dann natürlich, weil wir gesagt haben, wir holen euch um sieben Uhr am Hotel ab, …

Julia Ures: Ach so!

René Edelbusch: … nur war natürlich doof an der Stelle, dass nicht alle im gleichen Hotel waren. Das kann halt mal passieren. Aber letztendlich ist keiner böse gewesen und alles schick, wir hatten nachher noch wirklich einen schönen Abend und das passte dann auch.

Melanie Gunka: Sorry, Dave!

Julia Ures: Ich meine, immerhin ist es euch aufgefallen, da fehlt noch jemand.

Melanie Gunka: Mhm (bejahend). Ja.

Julia Ures: Und die zweite Geschichte, da geht’s um die Radtour?

Melanie Gunka: Ja genau! Das war eines der ersten Trainings, die wir hatten. Wir hatten ausländische Gäste da aus unseren Tochtergesellschaften. Und ich meine, wir als Münsterländer, als Westfale, sind das Fahrradfahren durchaus erprobt. Wir waren eine relativ große Gruppe und das Feld hat sich dann irgendwann geteilt. Sodass dann eine Front vorne gefahren ist und ich war mit einem Kollegen relativ weit hinten abgeschlagen, weil er nicht ganz so sicher auf dem Fahrrad war. Der Weg hat sich dann aber irgendwann gabelt. Im Mittelfeld gab es noch einen anderen Kollegen, der dann den Anschluss nach vorne verloren hat und uns aber auch nicht mehr gesehen hat. Ich bin dann einen anderen Weg gefahren wie die Kollegen vorne im Feld, kam dann am Restaurant an, und ein Kollege schwang sich gerade schon wieder aufs Fahrrad und sagte nur: Wir haben einen Chinesen verloren.

Julia Ures: Oh nein!

Melanie Gunka: Das heißt, er ist dann die Seite abgefahren, die die entlanggefahren sind, und ich natürlich, wenn man das organisiert – also in dem Moment mittlerweile kann ich drüber schmunzeln, ich hoffe, die betreffende Person, ich denke auch, – aber in dem Moment fühlt man sich einfach verantwortlich. Und das ist nicht schön. Ich bin dann den anderen Weg gefahren und bin dann wirklich – die Rheinenser werden es kennen – in Bentlage entlanggefahren und habe Leute angesprochen und gefragt, ob sie einen Chinesen auf dem Fahrrad gesehen hätten. Und genau das war die Reaktion, ich bekam Gelächter zurück. Gott sei Dank ist die Geschichte gut ausgegangen. Der Kollege hat den Teilnehmer dann Gott sei Dank aufgefunden. Der hat dann brav dort gewartet und dann waren wir alle nachher wieder vereint beim Essen.

Julia Ures: Vorhin auch im Gespräch sind wir relativ schnell auch auf das Beiprogramm gekommen, das heißt, auch wenn da Pannen passieren, ihr macht das schon weiter?

Melanie Gunka: Wir machen das natürlich schon weiter. Ich habe auch festgestellt, man kann vieles natürlich organisieren, aber hin und wieder passiert einfach das Leben, würde ich das mal so sagen.

Julia Ures: Ich glaube, da hat auch jeder Verständnis dafür, dass mal eben was schiefgehen kann. Und dann habt ihr es auch sehr, sehr gut gehändelt.

René Edelbusch: Da war auch keiner böse letztendlich.

Melanie Gunka: Nein!

René Edelbusch: Das macht man ja nicht absichtlich.

Melanie Gunka: Nein. Um Gottes Willen! Das war nicht geplant.

Julia Ures: René, jetzt haben wir über die Weiterbildung der Kunden gesprochen. Wie sieht das bei dir mit dem Thema Weiterbildung persönlich aus? Was sind so Themen, wo du vielleicht sagst, da möchte ich mich noch weiterbilden? Das kann zum einen irgendwie fachlich, beruflich sein, vielleicht aber auch privat in ganz anderen Bereichen.

René Edelbusch: Das ist eine gute Frage. Letztendlich, mein Opa, der hat im Sägewerk gearbeitet und er hat gesagt: Man hat erst dann ausgelernt, wenn alle Finger gleichlang sind.

Julia Ures: Das ist ein bisschen makaber, aber auch ganz witzig.

René Edelbusch: Letztendlich ist aber was dran. Ich denke, das ist Alltag bei KTR, man lernt jeden Tag was dazu. Wir haben gerade ein ganz schönes CRM-Projekt vor der Brust, was wirklich fordernd ist an der Stelle. Ich bin da als Projektleiter grad unterwegs. Und der Austausch dann zu den verschiedenen Abteilungen, wir haben auch viel Kontakt an der Stelle mit Melanie, mit dem Marketing, Vertrieb, zu unseren Tochtergesellschaften, Innendienst, Außendienst. Also ich bin da täglich im Austausch eigentlich mit allen Abteilungen. Das ist wirklich spannend und ich lerne da jeden Tag was zu. Das ist jetzt so ein ganz konkretes Ziel. Wo ich sage, ich möchte noch mal studieren oder zur Schule, habe ich jetzt grad nicht vor Augen.

Julia Ures: Melanie, was ist das bei dir? Man spricht immer von dem lebenslangen Lernen. Was magst du noch lernen?

Melanie Gunka: Genau! Ich habe dann in Zeiten von Corona tatsächlich noch, das war so eine Mini-Weiterbildung, Nano Degree tatsächlich nannte sich das, digitale Transformation. Das ist etwas, was uns hier im Unternehmen wirklich auch sehr beschäftigt. Damit habe ich mich befasst. Und ich lerne gerne Sprachen, also ich reise sehr gerne, und dementsprechend ist, denke ich, wahrscheinlich Italienisch das nächste, was ich mir noch aneigne.

Julia Ures: Da bin ich auch gerade dabei. Aber bisher reicht‘s nur für Buon giorno! und Buona sera! und sowas. Vielen herzlichen Dank für Ihr Interesse und natürlich einen lieben Dank an euch hier im Studio, René Edelbusch und Melanie Gunka. Schön, dass ihr heute die Gäste wart und ein bisschen darüber berichtet habt, wie funktioniert eigentlich das Trainingscenter und wie sieht es aus mit Angeboten der Weiterbildung, also mit Webinaren und Trainings bei KTR. Ihr Kontakt zu uns, socialmedia@ktr.com, schreiben Sie uns gerne Ihr Feedback, Ihre Fragen, Ihre Vorschläge für kommende Themen. Und ich freue mich auf ein Wiedersehen und Hören beim nächsten Mal. Danke schön und tschüss!