In Sight KTR Podcast Folge 3 – IT und Maschinenbau – eine strategische Entscheidung

Julia Ures: „Folge drei unseres Videocasts und Podcasts In Sight KTR. Schön, dass Sie mit dabei sind und sich für das heutige Thema interessieren, denn Folge drei hat heute die Überschrift „IT“ und hier bei mir in diesem Studio, in dem virtuellen Messestand, der eigentlich ein analoger ist, der auch digitalisiert wurde, sind zwei Experten zu diesem Thema. Nämlich einmal Olaf Korbanek, Head of IT and Organisation, seit sechs Jahren bei KTR. Vorher bereits als Head of IT in anderen Unternehmen tätig, beispielsweise Hengst Automotive und Wessels und Müller. Daher kennen Sie auch, von Wessels und Müller kennen Sie auch den zweiten Gast, Andreas Küffner-May, Account Manager beim Fachvertrieb für IT-Infrastruktur der pco GmbH. Seit 20 Jahren bei diesem Unternehmen und somit externer Partner der KTR. Einer von so zwei bis drei strategischen Partnern des Unternehmens. Primär im Bereich Netzwerk und Sicherheit eingesetzt. Jetzt habe ich eben schon angesprochen, Sie beide kennen sich schon ein bisschen länger, wann und wie hat diese Zusammenarbeit begonnen?“

Olaf Korbanek: „Also erstmals kennengelernt haben wir uns auf einem Breakfast-Club, das ist eine Veranstaltung, die die pco ausrichtet regelmäßig, um Informationen an Kunden und potentielle Kunden zu geben und dann sehr intensiv bei der Station, als ich bei Wessels und Müller IT-Leiter war, weil da war eben ganz starke Konzentration auf die pco.“

Julia Ures: „Sie kennen die Fragen des heutigen Formats nicht, das gehört zum Wesen und zum Charakter von In Sight KTR. Es werden Fragen eingereicht, die die Experten und die die Partner nicht kennen. So ist das eben auch bei Ihnen der Fall. Wir kommen gleich zu diesen Fragen aber eine vielleicht vorab noch, Herr Küffner-May, an Sie. Im Vorgespräch haben Sie mir so ein bisschen angedeutet, im kaufmännischen Bereich fühlen Sie sich besonders wohl, weil Sie gerne mit Menschen zusammenarbeiten. Was mögen Sie an Menschen?“

Andreas Küffner-May: „Ich muss dazu sagen, zu meiner Vita, ich hab‘ sogar schon 10 Jahre als Sozialarbeiter gearbeitet und bin dann in die IT quasi gewechselt, mit einer Ausbildung und mir macht es nach wie vor einfach wirklich Spaß, mich mit Menschen auszutauschen, wie aber auch von, ich sag mal im Vertrieb einfach von Themen zu überzeugen und auch verbindlich über Jahre zusammenzuarbeiten, weil ich sag mal Geschäft wird nach wie vor über Persönlichkeit und Menschen gemacht.“

Julia Ures: „Sie haben uns Fragen eingereicht über socialmedia@ktr.com und ich lade Sie herzlich ein, das auch für alle weiteren Folgen weiterhin fleißig zu tun, und ich möchte gerne starten, Herr Korbanek, mit der ersten Frage, die wir erhalten haben. Sie leiten mit der IT einen Bereich bei KTR, in dem sich viele Mittelständler ziemlich schwertun. Sie nicken. Wie ist es Ihnen dessen ungeachtet gelungen, die IT trotzdem zu einem Erfolgsfaktor zu formen?“

Olaf Korbanek: „Erstmal hoffe ich, dass es ein Erfolgsfaktor ist, das sollen ja andere entscheiden. Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass man sich klar macht, wo man steht. Wir sind relativ klein, wir sind umgeben von Dingen, die wir nicht beeinflussen können und insofern müssen wir wirklich gute Leistungen bringen, zu jeder Zeit. Das heißt, wir müssen top Systeme einsetzen, wir müssen top Mitarbeiter haben, wir müssen top Partner haben und wir müssen eine maximale Automatisierung anstreben, weil wir das nicht, wir können keinen 24*7 Support beispielsweise machen und diese Faktoren sind für mich absolut wichtig. Entweder man hat das oder man lässt es sein. Also entweder man kann das garantieren und dann muss man sich um jeden Aspekt kümmern oder aber man sagt ich schaff das nicht, dann kann man es besser raus geben.“

Julia Ures: „Wenn Sie im Hintergrund übrigens Geräusche hören, wir befinden uns hier auf dem Firmengelände der KTR und natürlich wird hier fleißig um uns herum gearbeitet. Im Moment gerade klingt es allerdings so, als ob es auch noch einen Regenschauer gibt. Also wundern Sie sich nicht, wir arbeiten hier unter ganz realen Bedingungen und nehmen dieses Format da auf, wo auch gearbeitet wird und deswegen ist vielleicht mal das ein oder andere zu hören um uns herum, aber das soll uns hier nicht weiter stören.

Herr Küffner-May, Cybercrime ist ein Thema, was man in den Medien sehr, sehr häufig hört, aus Gründen natürlich. Laut Bitcom entstehen durch Cybercrime mehr als 100 Milliarden Euro Schaden im Jahr. Wie gewährleisten Sie eigentlich die Sicherheit der IT bei KTR?“

Andreas Küffner-May: „Das ist eine sehr gute Frage. Zum einen sind wir als Systemhaus, müssen wir natürlich immer auf dem aktuellsten Stand der Technik sein, denn die Lösung, die wir quasi mit unseren Kunden umsetzen wollen, die muss immer ein Stückchen schneller sein als im Grunde die Cyberkriminalität. Das ist aber in der Regel nicht so einfach und ja erstmal versuchen wir immer das Geschäft des Kunden zu ergründen, den Kunden wirklich ganzheitlich zu beraten, damit das, was wir ihm dann nachher anbieten wollen, natürlich auch auf seine Thematik passt, weil es ist ein Unterschied, ob ich ein Handelsunternehmen oder ein Krankenhaus betreibe oder halt eine Produktion, wo halt sehr viel, ja ich sag mal Wertschöpfung hinter hängt und ein ganzes Unternehmen leiden kann, wenn Security-Vorfälle tatsächlich stattfinden.“

Julia Ures: „Sie haben uns fleißig Fragen eingereicht über socialmedia@ktr.com, zum Beispiel eine Frage an Herrn Korbanek. Internet of things und Industrie 4.0 werden von Politik, Wirtschaft und nicht zuletzt den Medien ständig angeführt. Man hört und liest wirklich sehr viel darüber. Was halten Sie eigentlich von der Dauerdiskussion um die Begriffe?“

Olaf Korbanek: „Ich halte das so ein bisschen wie Helmut Schmidt: Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen. Ich finde das überstrapaziert. Also viele der Dinge werden, wenn man in der IT arbeitet, schon ganz, ganz lange gemacht. Mein ganzes Berufsleben ist Digitalisierung, ich habe mal Informatik studiert und manche Wörter, wir sind hier nun mal in der Buzzword-Industrie, haben keine Entsprechung in der Realität.

Man muss den Dingen auf den Grund gehen, gerade als mittelständisches Unternehmen haben wir nicht die Möglichkeiten, jedem Trend hinterher zu hecheln. Wir müssen ganz pointiert gucken, was ist was, was uns wirklich voran bringt und ich glaube da, dass beispielsweise, Internet of things ist eine tolle Sache, aber nicht, wenn man C-Komponenten herstellt, das lohnt sich einfach nicht. Dann wiederrum gibt es Dinge, wo man zum Beispiel die Verfolgung von Wertstömen im Unternehmen sehr gut digitalisieren könnte, da fehlt bei uns zur Zeit noch so ein bisschen die Priorität, weil wir eben nicht die gesamte Produktion und die Wertschöpfung im eigenen Hause haben. Also insofern haben wir viele Dinge aus den Bereichen angeschaut und auch umgesetzt, haben beispielsweise eine Serialisierung selbst entwickelt, sehr sehr starkes Ding, auch zusammen mit der pco, KTR-Ident, aber in anderen Dingen würde ich einfach sagen, das ist nichts für uns.“

Julia Ures: „Herr Küffner-May, Internet of things und Industrie 4.0 in der Diskussion ein bisschen überbewertet, ein bisschen viel thematisiert vielleicht?“

Andreas Köffner-May: „Ja, ich kann da Olaf wirklich nur beizeugen, das ist so. Wir machen tatsächlich auch schon seit über 20 Jahren in einem gewissen Rahmen Digitalisierung, das heißt, im logistischen Umfeld ist es schon seit langer Zeit normal, dass man analoge Daten quasi nicht mehr auf Papier sondern wirklich digitalisiert umsetzt, dass man halt mit einem Gerät, mit einem Datenerfassungsgerät Barcodes erfasst oder RFID etc. und dadurch schon in vielen Bereichen schon Digitalisierung umgesetzt hat. Natürlich geht es heutzutage auch schon weiter, indem man gesamte Maschinenparks und so weiter vernetzen kann, aber da muss es wirklich immer punktuell geschaut werden, was kann ein mittelständisches Unternehmen in so einem Bereich wirklich leisten und was bringt es auch dann voran?“

Julia Ures: „Herr Korbanek, wenn über den Einsatz von IT oder Digitalisierungsmaßnahmen gesprochen wird, dann wird automatisch über die Frage häufig mitdiskutiert, ob da Arbeitsplätze verloren gehen. Das betrifft im besonderen Maße nochmal die Produktion, wie gehen Sie mit diesen Bedenken um?“

Olaf Korbanek: „Ich glaube, das ist eine Diskussion, die wir alle schon seit auch Urzeiten eigentlich kennen und tatsächlich haben sich Aufgaben verschoben, Arbeitsplätze sind auch verloren gegangen. Also den Hufschmied gibt es heute nicht mehr so viel wie früher, weil wir alle Auto fahren und so ähnlich ist das in der heutigen Gesellschaft auch. Also die niederwertigen Tätigkeiten, sag ich mal, also wo der Mensch nur als Roboter benutzt wurde, die fallen weg, das finde ich auch gut so. Gleichzeitig ist es eine Schwierigkeit, weil man natürlich auch Menschen hat, die einfach nicht alle Tätigkeiten, wir sind nicht alle gleich, ausführen können. Ich finde das schwierig das Thema. Aus reinen IT-Bestrebungen bei KTR haben wir noch keine einzige Initiative gehabt, wo es um Arbeitsplatzeinsparungen tatsächlich ging, sondern eher um Ergonomiegewinne, um Effizienzgewinne, um Rationalisierung, um eine höhere Taktung zum Beispiel zu bekommen. Alle anderen Dinge, da muss man realistisch sein, natürlich verändert die Digitalisierung die Arbeitswelt, das ist so.“

Julia Ures: „Herr Küffner-May, eben beim Thema Cyberkriminalität haben wir schon so ein bisschen darüber gesprochen, es gilt für Sie natürlich möglichst immer einen Schritt schneller zu sein als diejenigen, die sowas unter Umständen zum Einsatz bringen könnten, das heißt, die vielleicht Cyberangriffe planen. Bei den Themen, insgesamt Datensicherheit und Datenschutz, gibt es permanent Veränderungen, was auch Gesetze und Verordnungen angeht und es gibt auch, so wie Sie es schon angesprochen haben, immer neue Bedrohungen. Wie können Sie da eigentlich immer so auf dem Laufenden bleiben? Das stelle ich mir sehr, sehr schwierig vor.“

Andreas Küffner-May: „Aber das macht IT wirklich spannend. Also ich habe jeden Tag im Grunde wieder neue Themen, die entweder jetzt ich sag mal von der Kundschaft selbst kommen, die aber auch von den Herstellern kommen, die halt auf diese Themen reagieren. Das heißt, wir entwickeln ja nicht unbedingt neue Technologie, sondern wir versuchen diese zu werten und dann an unsere Kunden weiter zu geben und das heißt, wir müssen immer sehr eng mit den Herstellern zusammenarbeiten, wir müssen immer das Ohr an den Kunden haben, um zu sehen, was passiert und wenn wir irgendwo mitbekommen, Mensch da hat es einen Cyberangriff gegeben, wir haben es vor kurzen erst bei einer Firma in Osnabrück gehabt, wo die Produktion stillstand und wir dann es geschafft haben, dieses Unternehmen wieder ans Laufen zu bringen, indem wir halt unterstützt haben, dann kriegen wir da natürlich neue Erfahrungen heraus und können das wieder anderen Kunden weitergeben.“

Julia Ures: „Herr Korbanek, eine Frage, die wir auch bekommen haben, beginnt ein bisschen provokant, gezielt. Der Maschinenbau wirkt auf den ersten Blick IT-resistent heißt es da, tatsächlich lässt sich durch die entsprechende IT vieles aber optimieren. Welche Projekte bei KTR im Bereich der IT würden Sie als gelungene Beispiele nennen?“

Olaf Korbanek: „Also zunächst muss ich dieser Einschätzung absolut beipflichten. Ich habe vorher 15 Jahre im Bereich Automotive gearbeitet, wo man eine viel höhere Durchdringung hatte. Als ich hier vor sechs Jahren angefangen bin, war es in manchen Bereichen gefühlt Steinzeit. Und was bei uns glaube ich einen großen, großen Einfluss gehabt hat, ist das gerade schon erwähnte KTR-Ident, wo wir unsere Bauteile mit einem kleinen QR-Code versehen haben, der eine Identifizierung erlaubt, in die Systeme hinein, aber auf eine sehr clevere Art und Weise. Also das Thema Serialnummernverfolgung bedingt einen hohen Buchungsaufwand, den können wir uns in weiten Teilen sparen, wissen trotzdem, was wir beim Kunden angeliefert haben und er kann auf ganz einfachem Wege sich sämtliche Dokumentationen auch beschaffen, die während der Lebensdauer in der Produktion angefallen sind. Also das ist ein sehr cleveres Ding, wo die IT was geschafft hat, was vorher ein enormer Aufwand gewesen ist und auch immer lückenhaft und fehlerhaft war. Das ist ein gutes Beispiel, zum Beispiel.“

Julia Ures: „Wenn Sie jetzt eben geschildert haben, vor sechs Jahren war Steinzeit, in welchem Zeitalter befinden wir uns jetzt?“

Olaf Korbanek: „Frühes Neolithikum! Nein, so schlimm ist es nicht.“

Julia Ures: „Die nächste Frage wirft einen Blick in die Zukunft, wenn wir vom frühen Neolithikum mal ein bisschen weiter in die Zukunft schauen. Welche Entwicklungsschritte in Sachen IT stehen bei KTR in globalem Maßstab an?“

Olaf Korbanek: „Wir haben zurzeit ein Projekt am Laufen, das uns wirklich fordert, und zwar sind wir als SAP-Kunde gezwungen in gewisser Art und Weise auf das neue S4 HANA zu wechseln. Und das ist ein großer Technologiesprung und für jedes Unternehmen auch wirklich ein Paradigmenwechsel. Es ist neue Technologie, die zum Einsatz kommt und im ersten Schritt kostet es erstmal nur Geld. Man hat keine Vorteile, weil alter Wein in neuen Schläuchen, aber es ist die Möglichkeit, zukünftig neue Technologien einzusetzen und da setzen wir zurzeit auch in der jetzigen Phase, also coronabedingt, haben wir mehr Zeit dafür, es ist ruhiger geworden, alles dran, damit wir dieses Fenster für uns nutzen, um dann, wenn es wieder hoffentlich anzieht, gewappnet zu sein, um technologisch wieder große Sprünge machen zu können und das ist auch wichtig, weil wer jetzt ruht und das nicht umsetzt, glaube ich, wird ins Hintertreffen kommen.“

Julia Ures: „Herr Küffner-May, mein Eindruck, jetzt auch während der Corona Pandemie ist, dass IT eine größere Rückendeckung erstmal erhalten hat. Viele haben erkannt, wir brauchen Digitalisierung, wir müssen da vielleicht mehr Wert legen auf all das, was in der jetzigen Zeit, die Digitalisierung und IT für uns Gutes tun können, um diese Situation zu überstehen. Jetzt heißt es hier in dieser Frage, IT und Digitalisierung brauchen Rückendeckung, häufig der Geschäftsführung, sonst kann sie nicht erfolgreich sein. Inwiefern würden Sie zustimmen? Braucht auch IT, Datensicherheit, Digitalisierung eine Lobby?“

Andreas Küffner-May: „Absolut, das ist das, was wir schon seit Jahren immer wieder versuchen bei Kunden anzubringen. Im Mittelstand ist es leider so, das würde ich jetzt hier nicht so behaupten, dass teilweise die IT wirklich noch zu wenig Kontakt zur Geschäftsführung hat und IT muss sich einfach absolut am Geschäft ausrichten und wenn die Geschäftsführung nicht richtig vorgibt, wie die IT sich auszurichten hat, dann kann es zu Problemfällen führen und wir versuchen halt IT jetzt wirklich nicht nur dem IT-Leiter zu verkaufen sondern wir möchten auch die Geschäftsführung beraten, weil zum Beispiel eine Geschäftsführung kann nur über das gesamte Unternehmen sagen, wir machen jetzt zum Beispiel Datenschutz. Ihr Mitarbeiter müsst jetzt zum Beispiel eine Passwortvorgabe einhalten. Das kann nur von oben kommen, dann lebt das ganze Unternehmen das mit.“

Julia Ures: „Anschließend habe ich auch gleich eine Frage an Sie, Herr Korbanek, die größte Sicherheitslücke, heißt es nämlich hier, sind ja oft die eigenen Mitarbeiter. Jetzt haben Sie angesprochen, wenn es vielleicht entsprechende Sicherheitsvorkehrungen gibt, und die nicht benutzt werden, oder falsch angewendet werden, entsteht da natürlich eine große Lücke. Wie machen Sie das, dass Sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitnehmen, insbesondere in Sachen Datenschutz, die auch dafür zu sensibilisieren?“

Olaf Korbanek: „Das ist eine schwierige Frage, weil KTR hat tatsächlich da keine Vergangenheit, also wir sind hier ein bisschen auf der Insel der Glückseligkeit, hat in der Vergangenheit sehr, sehr lasch damit umgegangen. Als ich hier angefangen bin, bin ich mit Beifallstürmen bedacht worden, dass ich einen Screensaver, also den Bildschirmschoner hab einführen lassen. Das hat sich so ein bisschen gewandelt, weil man eben drumherum auch mitkriegt, dass viele Unternehmen jetzt auch, gerade in letzter Zeit auch, böse auf die Bretter gegangen sind. Wir hatten selber auch einen Vorfall im letzten Jahr, wo wir Lehrgeld gezahlt haben. Es ist ein ständiger Kampf dieses Thema User-Awareness, kann man den Leuten gar nicht vorwerfen, weil es sind kriminelle Machenschaften und auch so gut gemacht inzwischen. Also der Nigerianer, der einem eine Tonne Geld verspricht, das ist Vergangenheit. Es ist schwer, man muss Verständnis haben, aber man muss auch gewisse Dinge durchsetzen, Punkt, keine Diskussion. Und andere Dinge, da geht’s wirklich darum, die Leute zu befähigen.“

Julia Ures: „Ganz konkrete Frage, wie sicher sind persönliche Daten bei KTR?“

Olaf Korbanek: „So sicher, wie es ein Mittelständler glaube ich nur tun kann. Wir legen da extremen Wert drauf, wir haben extrem viel Geld gerade auch in diesem Jahr in eine Erweiterung unserer Netzwerksecurity gelegt. Arbeiten da also auch mit anderen Partnern zusammen als nur der pco. Das ist Teil meiner Strategie, ich möchte nicht abhängig von nur einem Partner und dessen Know-how sein. In dem Bereich Sicherheit habe ich zwei, drei Partnerschaften und ganz konkret haben wir gerade im Bereich auch der Mails, die von außen kommen, nochmal eine Hürde mehr geschaffen.“

Julia Ures: „20 Minuten Zeit für Ihre Fragen, jeweils in jeder Folge von In Sight KTR, wobei wir nicht so ganz genau mit der Stoppuhr danebenstehen, aber natürlich auch lange Monologe vermeiden möchten und möglichst viele Ihrer Fragen beantworten möchten. So langsam nähern wir uns der 20 Minuten Marke, und ich möchte gerne schließen mit einer Frage, die so ein bisschen abzielt auf Ihren privaten Einsatz auch von Medien möchte ich mal sagen. Herr Küffner-May, die Frage lautet nämlich: Playstation oder Xbox, welche Spielekonsole ist Ihr Favorit im privaten, im persönlichen Bereich? Welcher Typ sind Sie?“

Andreas Küffner-May: „Also ich habe zwei Töchter und ich bin auch in einer Generation, die das, ich sag mal in Anführungsstrichen „daddeln“, nie so richtig aufgenommen hat und deswegen ist das bei uns vorrangig zuhause überhaupt nicht im Einsatz, muss ich ganz klar sagen.“

Julia Ures: „Herr Korbanek, wie ist das bei Ihnen?“

Olaf Korbanek: „Ich habe eine Tochter, die spielt auch nicht. Ich habe früher C64 gespielt. Die Zeiten sind vorbei, also bei mir sind Social Media und ähnliche Aktivitäten rund ums Fotografieren, Bildbearbeitung, da bin ich firm, die anderen kenne ich überhaupt nicht. Xbox und wie heißt das andere Ding?“

Julia Ures: „Playstation, die gibt es aber schon drei Tage länger.“

Olaf Korbanek: „Da bin ich raus.“

Julia Ures: „An Sie beiden, ein ganz herzliches Dankeschön, dass Sie heute hier als Experten mit Rat und Tat und vor allem mit Ihren Antworten an meiner Seite Platz genommen haben, hier in In Sight KTR, und ich möchte Sie nochmal herzlich dazu aufrufen, Ihre Fragen uns zu schicken, was wollten Sie eigentlich schon immer mal wissen, was vielleicht einen Blick hinter die Kulissen von KTR wirft, was die Menschen betrifft hinter den Produkten oder auch den Alltag hier im Unternehmen. Schicken Sie uns sehr gerne diese Fragen per Mail an socialmedia@ktr.com und damit schließen wir diese Folge. Nochmals meine Herren, herzliches Dankeschön und an Sie für Ihr Interesse, fürs Zuschauen und fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.“